Golf als Präventions- und Rehasport

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Golf als Präventions- und Rehasport
Kaum jemand weiß, dass Golf der optimale Sport für Rehabilitation und eine
sehr erfolgreiche Therapiemaßnahme sein kann. Golf bietet gerade für Menschen mit gesundheitlichen Handicaps eine Möglichkeit, Selbstwert- und Lebensgefühl zu steigern und die eigene Leistungsfähigkeit kennen zu lernen.


Dementsprechend gibt es auch schon länger in Schleswig Holstein Initiativen, die sich für Menschen mit gesundheitlichen Handicaps und Behinderungen auf dem Golfplatz einsetzen. Das Spektrum der Aktivitäten reicht vom Barriereabbau auf dem eigenen Clubgelände über die Ausrichtung von Wettkämpfen und die langfristige Clubarbeit bis hin zur Sensibilisierung aller Menschen durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit.


Golf ist ideal geeignet für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Erkrankungen:

- Herz,- Kreislauferkrankungen
- Schlaganfall
- MS-Multiple Sklerose
- Rheuma
- Krebs
- u.v.w.

Die Suche nach einer ausführbaren Sportart mit dem gesundheitlichen Handicap…

Die Mehrzahl der Betroffenen mit chronischen Erkrankungen sind auf der Suche nach einer Sportart, die den erkrankten Körper nicht zu sehr belastet.

Gleichzeitig soll die Sportart aber viel Bewegung und Entspannung bieten, Erlebnisse vermitteln und nette menschliche Kontakte hervorbringen.

Die Lösung heißt: Golf spielen und gleichzeitig dabei die Gesundheit und Psyche verbessern!

Flüssige Schwung-Bewegungen, Rhythmik und Balance, Konzentration und Steigerung des Koordinationsvermögens seien Qualitäten, die den Golfsport auszeichnen – und das alles in freier Natur, schöner Umgebung und ohne jede Hektik.

Golf müsste es eigentlich auf Rezept geben!

Die Pulsfrequenz kann beim Golfspiel Werte von bis zu 150 Schlägen pro Minute erreichen, im Durchschnitt liegt sie bei etwa 105 – 110 Schlägen pro Minute.

Die Sauerstoffaufnahme steigt während eines Spiels auf das 2 bis 4-fache. Der Cholesterinspiegel kann nach 18 Löchern um durchschnittlich bis zu 15 % und das Körpergewicht bis zu 1 kg reduziert wird.

1. Golf bei Herz-, Kreislauferkrankungen
Bei stabilem kardialen Befund und beschwerdefreier Leistungsfähigkeit, von ca. mehr als 1 W/kg Körpergewicht, ist bei ergänzendem Kardiosport Golfspielen durchaus möglich. Wenn der Bluthochdruck stabil eingestellt ist, kann das Golfspielen als körperliche geringe Belastung durchgeführt werden.

2. Golf nach Schlaganfall
a. Btroffene sollen beim gemeinsamen Golfspiel mit dem Lebenspartner, anderen Betroffenen aber auch mit gesunden Mitspielern die gesellschaftliche und private Isolation überwinden, in die sie durch den Schlaganfall häufig geraten sind. Durch das gemeinsame Erlernen der Bewegungsabläufe und die Freude am Spiel soll die Lebensqualität der Schlaganfall-Betroffenen gesteigert werden.

b. Durch die wesentliche Verbesserung und Erhaltung der koordinativen und konditionellen
Fähigkeiten soll die langfristige Rehabilitation von Schlaganfall-Betroffenen unterstützt werden. Bei allen Tätigkeiten wird besonderes Augenmerk auf den spielerischen Aspekt gerichtet, um jede Art von Wettkampfsituation, die leicht zur Überforderung einzelner Teilnehmer führen könnte, zu vermeiden.

c. Fragt man nach den wichtigsten, erfolgsbestimmenden Faktoren des Golfsports für Schlaganfallpatienten, stellt man fest, dass zu diesen insbesondere die Konzentrationsfähigkeit und Körperkontrolle gehören.

3. Golf bei Multiple Sklerose und Krebs
Golfspielen ist für Krebs und MS Patienten gut möglich, denn sie bringen neben dem Laufen in freiem Gelände bei frischer Luft sowohl die Arm-, Hand-, Bein- und Rückenmuskulatur zum Einsatz. Darüber hinaus ist durch äußerste Konzentration auf das Spiel die Koordination der Bewegungsabläufe von extremer Bedeutung.

Und es gibt viele weitere Handlungsoptionen bei anderen Krankheitsbildern...