Inklusion in Deutschland

Inklusion ist bunt!

Inklusion ist in aller Munde. Sachlich geht es dabei selten zu. Die Debatte über Inklusion zeigt aber, dass das Thema einen immer größeren Stellenwert bekommt, aber auch, wie wichtig Aufklärung und Erklärung des Begriffs und der Idee ist.

Inklusion bedeutet erstmal einfach nur “Teilhabe”. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, an allen Bereichen, also Arbeit, Freizeit, Bildung, Familie und natürlich im Sport.

Dazu zählt natürlich nicht nur ein Handicap, wenn auch klar ist, dass Menschen mit Handicap aufgrund des Bildes, was über sie immer noch oft vermittelt wird, die Teilhabe besonders oft verwehrt wird.

Teilhabe sollte dadurch ermöglicht werden, dass das Umfeld und die Umwelt so gestaltet werden, dass Barrieren beseitigt werden. Dies ist ein radikaler Unterschied zu dem Ansatz, dass sich der Mensch selbst zunächst verändern muss – was er gar nicht kann, Handicap, Geschlecht oder Herkunft geht. Zumeist sind diese Barrieren technischer, sprachlicher oder zwischenmenschlicher Art.

Inklusion in 80 Sekunden erklärt

 

Die Idee der Inklusion betrifft uns alle.

Warum? Erstens, weil jede und jeder schneller, als er oder sie es ahnt, in eine Lage kommen kann, in der Ausgrenzung zum traurigen Alltag wird.

Zweitens, weil wir uns von einer Gesellschaft der Kategorien und einfachen Aufteilung längst entfernt haben. Begriffe wie Arbeiterklasse, Bürgertum, konservativ oder alternativ sind längst durch kleinteilige Subkulturen abgelöst, die fast immer auch noch gemeinsame Schnittpunkte haben.

Drittens wird es durch den demografischen Wandel immer mehr alte Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund geben. Sie sind keine Minderheiten mehr, sondern bilden einen großen und wichtigen Teil der Gesellschaft ab, der gehört werden will, gehört werden muss.

Sie können mithelfen, die Barrieren in den Köpfen abzubauen, indem Sie Menschenrechte, Behinderung und Inklusion in Ihrem Umfeld zum Thema machen und genauer hinschauen. Dabei ergeben sich viele Fragen: Welche Rechte und Möglichkeiten haben Menschen mit Behinderungen heute? Welche Bedingungen erleichterten ihnen das Leben, welche erschwerten es?

Entstehung des Begriffs “Inklusion”

Das Wort Inklusion stammt ursprünglichen aus dem Lateinischen und bedeutet “Einschluss” oder auch “Enthaltensein”.

Die Entstehung des Inklusionsbegriffs ist gekennzeichnet durch das Engagement von Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen in den Vereinigten Staaten, die sich Anfang der 70er Jahre für die volle gesellschaftliche Teilhabe einsetzten.

AndersSein vereint - Inklusionssong für Deutschland

AndersSein vereint - Das ist Songtitel und Projektmotto zugleich. Mit dem „Inklusionssong für Deutschland“ ist eine bewegende Hymne entstanden, die für mehr selbstverständliches inklusives Miteinander steht und Menschen unterschiedlichster Backgrounds zusammenbringt.
Die Essenz: einfach Mensch sein!

Inklusion ein langer, schwieriger und dynamischer Prozess. Wir befinden uns am Anfang des Weges,
aber wir haben ihn endlich beschritten.

Gegenseitiges Verständnis, im Sinne des Verstehens, nicht des Wegschauens, ist die Grundlage, um den Weg gemeinsam zu gehen.